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Sammlungen BIBEL+ORIENT

Universität Freiburg

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Judaica
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Eine kleine Sammlung von Judaica illustriert jüdische Sitten und Gebräuche, demonstriert monotheistische Überformungen des kanaanäischen Erbes im Judentum und dessen Beziehungen zu seinen beiden Schwesterreligionen.

 

Mizrach, illustriert mit naiven Darstellungen der jüdischen Feste: Im obersten Register finden sich die drei historisierten Erntedankfeste Schawuot (Weizenernte/Gabe der Tora am Sinai), Pessach (Auszug aus Ägypten) und Sukkot (Laubhüttenfest/Landnahme). Im zweiten Register sind zu sehen Jom Kippur (Versöhnungstag) mit dem Kappores schlachten (Hähne werden anstelle des Sündenbocks geopfert) und Rosch haSchanah (Neujahrstag), dazwischen steht: «Osten. Dies ist die Richtung aus der der Lebensgeist kommt». Im untersten Register finden sich nochmals der Jom Kippur, diesmal mit der Geisselung, Purim (mit der Verlesung der Esterrolle) und Chanukkah.

 

 

 

Mizrach (hebr. מזרח, wörtl. «Osten») heisst im Judentum eine meist schön illustrierte Markierung an der nach Jerusalem ausgerichteten Hauswand zur Angabe der Gebetsrichtung. Jerusalem als Gebetsrichtung ist bereits für die Zeit des ersten (1Kön 8,44) und des zweiten  (Dan 6,11) Tempels bezeugt. Im Abendland liegt die Gebetsrichtung im Osten. Christen und Muslime haben den Brauch übernommen. Christliche Kirchen sind geostet. Christus kann als Manifestation des sol invictus, der aufgehenden, unbesiegbaren Sonne verstanden werden, weshalb sein Geburtstag am 25. Dezember gefeiert wird. Die erste muslimische Gebetsrichtung (arab. qibla) war Jerusalem. Nach massiven Konflikten mit den Juden von Medina hat Mohammed jedoch Mekka als Gebetsrichtung festgelegt.