Ausstellungen

Dauerausstellung


Unser Museum bietet Ihnen in intimer Atmosphäre mit 17 Vitrinen eine pointierte Auswahl der rund 15'000 originalen Objekte aus Ägypten, dem Vorderen Orient und der Klassischen Antike. Mit über 400 Exponaten illustriert das BIBEL+ORIENT Museum in Freiburg die orientalischen Wurzeln der europäischen Kultur. Es gibt Einblick in die Umwelt, in der die biblischen Texte und die monotheistischen Religionen (Judentum, Christentum und Islam) entstanden sind. Die Ausstellungsstücke werden nicht nur wegen ihres Alters und ihrer Schönheit geschätzt, sondern helfen Wissen zu generieren und religiösen oder kulturellen Sinn zu stiften. Das Bewusstsein für geschichtliche Zusammenhänge kann Gläubigen wie Religionsskeptikern im ökumenischen Dialog helfen, die emanzipatorischen Kräfte der Religionen zu fördern und Distanzen zu überwinden.

Die Sammlungen des BIBEL+ORIENT Museums können sich zudem, was Miniaturkunst wie Skarabäen, Rollsiegel oder Amulette betrifft, mit den bedeutendsten Museen der Welt messen.

 

Die VITRINEN I und II zeigen zwei Wege der Welt der Bibel näher zu kommen. Der erste Weg ist der geographisch-ethnographische, dokumentiert durch landwirtschaftliche Geräte, die über Jahrtausende benützt wurden (Abb. 1: Reibmühle aus Basalt, 3. Jahrtausend v. Chr.). VITRINE II thematisiert anhand der Keramik, ein Leitfossil der Palästina Archäologie, die Epocheneinteilung (Abb. 2: Öllampe aus Ton, ca. 900-800 v. Chr.).

Die VITRINE III zeigt wie der Mensch sich in prähistorischer Zeit die Umwelt dienstbar machte und sich frühe Formen kultischer Verehrung aneignete (Abb. 3: Keramikschale mit Ziegenfries, ca. 4500-4000 v. Chr.).

Der wichtigste Zugang zu altorientalischen Gottheiten, das Opfer, wird in VITRINE V thematisiert (Abb. 4: Ägyptischer Priester der einer Gottheit Brot präsentiert, Bronze, zweite Hälfte 1. Jahrtausend v. Chr.).

VITRINE IV setzt sich mit den Bildern einer der seltenen Phasen der Unabhägigkeit Palästinas, zwischen 1700 und 1500 v. Chr., auseinander (Abb. 5: Nackte Göttin die von zwei Capriden flankiert wird, Gussform für Bleifiguren, ca. 1820-1740 v. Chr.).

Typischer für Palästina waren aber lange Phasen fremder Herrschaften wie etwa ÄGYPTENS (VITRINEN VI-IX; Abb. 6: Gefesselter ‚Asiate‘ der als Bildzeichen für feindliche Fremdvölker verwendet wurde, ägyptische Knochenfigur, ca. 1400-1200 v. Chr.; Abb. 7: Seitenwand eines Ibis-Sarkophags, bemaltes Holz, ca. 400-200 v. Chr.), ASSURS, BABYLONS, PERSIENS (VITRINE XI, Abb. 8: Ischtar auf dem Löwen, urartäischer Silberanhänger, 8. Jahrhundert v. Chr.), MAKEDONIENS und ROMS (VITRINE XII und XIV; Abb. 9: Silber-Tetradrachme Antiochus‘ IV. Epiphanes, 167-164 v. Chr.). Ägypten blieb aber immer der wichtigste Nachbar Palästinas, deshalb erfahren die ägyptischen Objekte, denen insgesamt 4 Vitrinen gewidmet sind, im Museum besondere Berücksichtigung.

VITRINE X thematisiert die Anfänge der altisraelitischen Religion (Abb. 10: Metallschale mit graviertem Fries eines Kerubs, der einen Lebensbaum schützt, um 700 v. Chr.).

Am Ende der Ausstellung thematisieren dann vier Vitrinen die drei monotheistischen Religionen, ihre Bilder und ihre Wurzeln: Vitrine XIII (Judentum; Abb. 11: Torahülle), XV (Isalm; Abb 12: Koranfragment aus dem Jemen, Handschrift Ende 19. oder frühes 20. Jahrhundert n. Chr.), XVI (Christentum; Abb. 13: Taube mit Ölblatt im Schnabel, Öllampe, ca. 4. – 6. Jahrhundert n. Chr.) und XVII.