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Sammlungen BIBEL+ORIENT

Universität Freiburg

Büro MIS 6114

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Modell
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«In der Gotteswohnung liess er (Salomo) zwei Kerubim aus Olivenholz anfertigen… Ihre Flügel waren so ausgespannt, dass der Flügel des einen Kerubs die eine Wand, der Flügel des zweiten Kerubs die andere Wand, die Flügel in der Mitte des Raumes aber einander berührten. Er liess die Kerubim mit Gold überziehen. An allen Wänden des Hauses, im inneren wie im äusseren Raum, liess er ringsum Kerubim, Palmen und Blütenranken einschnitzen…»

1Kön 6,23.27-29

Modelle gehören zu den beliebtesten Ausstellungsobjekten in Museen. In der uns gewohnten Dreidimensionalität veranschaulichen sie komplexe architektonische Sachverhalte auf leicht fassbare Weise, besonders dann, wenn keine Fotografien zur Verfügung stehen.

 

Das Innere des sogenannten Salomonischen Tempels von Jerusalem kennen wir nur aus Beschreibungen im 1. Königsbuch. Das Modell von Martin Hunsche (Zürich) versucht die Beschreibung dreidimensional zu visualisieren.

Der leere Thron gehört zur Ikonographie des Sonnengottes. Dass der Jerusalemer Tempel seit alters ein Sonnenheiligtum war beweist auch seine Ost-West-Ausrichtung und der Name der Stadt: «Gründung der Abendröte.» Die Lade war demgegenüber ein Orakelinstrument des Wettergottes, den die israelitischen Stämme verehrten. Die Religionspolitik der Davidsdynastie zielte auf synkretistischen Ausgleich der verschiedenen Traditionen in der Bevölkerung. Die JHWH-Propheten versuchten demgegenüber immer wieder einen reinen JHWH-Kult zu erhalten.