Innenarchitekturstudie
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Diplomarbeit der Sektion Innenarchitektur 2002 an der Haute école supérieure d'arts appliqués Genève HEAA von Christine Poffet, betreut von J.X. Aymon

Thema

Das Thema der Diplomarbeit war die Transformation und Umnutzung des Heinrichsturms, ein mittelalterlicher Turm der ehemaligen Ringmauer der Stadt Fribourg.
Die Transformation bestand darin, den Turm in ein alt-orientalisches Museum umzunutzen. Die Aussstellungsobjekte sind mehrheitlich von geringer Grösse, was zu einer zusätzlichen Studie zur Ausstellungsmethode führte.
Die Machbarkeitsstudie des Atelier Schafers ergänzend, konzentriert sich diese Diplomarbeit auf den Umbau des Turmes und die Ausstellung der Objekte.


Projekt

Die Idee des Ausstellungskonzeptes, vom dunklen Kellergewölbe, von Gräbern und Tod über Kosmos und Chaos zur hellen Dachterrasse zu gelangen, von wo aus das Alltagsleben der Stadt sichtbar ist, wird mit dem architektonischen Konzept und der Materialwahl betont.
Der Turm ist in zwei Teile aufgeteilt: der untere «mineralische» Teil, mit einer rohen Materialwahl und der obere «metallische» Teil, der Leichtigkeit und Transparenz verkörpern soll. Letzterer besteht aus einer aufgehängten Metallkonstruktion, was zum Gewinn einer zusätzlichen Etage führt.
Die Glasfassade des oberen Teils ist koloriert und geht, nach oben hin, von dunklen zu hellen Grundfarben über. So ändert sich das Ambiente im Innern des Turmes auf jeder Etage.
Die Etagen sind grösstenteils von den Vitrinen beleuchtet, welche aus Stahlplatten zusammengesetzt sind. Auf Augenhöhe befindet sich ein quaderförmiges Volumen aus Plexiglas , welches die Ausstellungsobjekte beinhaltet. Diese stehen auf einem Sockel und werden je nach dem von Glasfasern individuell beleuchtet.

 

 


Turmgeschichte

Heinrichsturm, auch unter dem Namen Thierrysturm bekannt (nach seinem Erbauer «Maitre Thierry»), ist ein Turm der vierten Ringmauer der Stadt Fribourg. Er wurde 1415 fertiggestellt. Das Spitzdach, sichtbar auf dem nebenstehenden Bild, muss im 17. Jahrhundert durch das aktuelle ersetzt worden sein.

Der Heinrichsturm, nach Grégoire Sickinger, 1582.












Das Romonttor, die Ringmauer und hinten im Bild der Heinrichsturm nach einem Aquarell unterzeichnet von Mauron, gegen 1855.




Der Heinrichsturm während der 80er Jahre.











Querschnitt und Grundriss des Turmes. Dieser ist etwas über 31m hoch und beinhaltet sechs Etagen. Die Form des Grundrisses – eine Hufeisenform - ist erstaunlich.
Die Ausführung der Schiessscharten und Öffnungen ist bemerkenswert.














Das Turmäussere

Gesamtansicht des Turmes. Gut sichtbar ist das aufgehängte, neue Volumen des Treppenhauses.
Aufgrund der Struktur des Turmes wird der untere Teil aussen unberührt belassen.
Das Museum wird von unten nach oben besucht: vom Tod zum alltäglichen Leben, vom Dunkeln ins Helle und vom Massiven zum Leichten. Der Parcours der Besucher ist rot eingezeichnet.



Das Turminnere

Übergang der massiven Innentreppe zur leichten, hängenden Metalltreppe. Erste Etage.









Ambiente einer Etage des oberen Teils: Rechts der Treppe befindet sich ein so genannter Empfangsraum der Etage, welcher eine erste übersicht des jeweiligen Themas erlaubt.








Vitrinen, bestehend aus zusammengefügten Stahlplatten. Auf Augenhöhe sind quaderförmige Volumen aus Plexiglas angebracht, welche die Ausstellungsobjekte beinhalten. Diese Stehen auf einem Sockel und werden je individuell beleuchtet. Eine verschiebbare Lupe hilft, die kleinen Objekte besser zu erkennen.